Direkt zu:
Landratsamt Haus C Welle

Privatwald

Die Aufgaben der Beratung und Betreuung nimmt die Abteilung Forstbetrieb und Jagd durch die Revierleitungen wahr.

Fragen zum Holzverkauf beantwortet ausschließlich das Team des Kommunalen Holzverkaufs.

Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt hat im August einen neuen Borkenkäfer Newsletter für den Nordschwarzwald veröffentlicht.

Beratung

Die Beratungen sind vor allem als Anleitung zur Selbsthilfe zu verstehen und umfassen die fachliche Aus- und Fortbildung für die Waldbesitzer. Ziel ist es, eine ordnungsgemäße Waldbewirtschaftung des Privatwaldes zu gewährleisten.
In Einzelgesprächen oder Informationsveranstaltungen werden häufig folgende Themen behandelt:
  • Waldbauliche Fragestellungen, z.B. zur Pflanzung oder Pflegemaßnahmen
  • Forsttechnik, geeignete Arbeitsverfahren, Unfallverhütung
  • Fragen des Waldschutzes, z.B. Borkenkäfergefahr und integrierter Forstschutz

Die Beratung ist ein kostenlsoes Angebot.

Betreuung

Die Betreuung des Privatwaldes durch die Abteilung Forstbetrieb und Jagd ist kostenpflichtig, weil sie überwiegend Maßnahmen betrifft, die im betrieblichen Interesse des Waldbesitzers liegen.
Die Betreuung umfasst:
  • Forsttechnische Betriebsleitung in Form von Betriebsgutachten (Forsteinrichtung) und jährlichen Betriebsplänen
  • Arbeitsleistungen des Revierdienstes (Holzauszeichnen, Holzaufnahme, Anleitung und Überwachung von Holzeinschlagsunternehmern, usw.)

Die Betreuung muss aus kartellrechtlichen Gründen zu Gestehungskosten erfolgen. Diese wiederum wird durch das Land gefördert. Für die Privatwaldbesitzer im Kreis Calw kommt aufgrund der Größe und Struktur ganz überwiegend die fallweise Betreuung in Frage. Das Verfahren wird im Privatwaldflyer und einem Erklärvideo erläutert.

Bitte nehmen Sie für eine Beratung oder Betruung in Ihrem Wald Kontakt mit Ihrem Revierleiter oder Ihrer Revierleiterin auf.

Informationen zur neuen Privatwaldbetreuung und -förderung finden Sie auch auf der Förderhomepage des MLR. Dort sind auch die Links zu den acht Erklärvideos auf YouTube.

 

Forstliche Förderung im Privatwald

Die Förderrichtlinie des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz wurde zum 13.07.2020 überarbeitet und in den Bereichen Vertragsnaturschutz im Wald, Förderung der Schutz- und Erholungsfunktionen und den Extremwetterereignissen im Wald und deren Folgeschäden erweitert.

Der Ablauf der forstlichen Förderung sieht die Antragstellung vor Maßnahmenbeginn vor. Der Mindestauzahlungsbetrag im Privatwald bis 200 ha liegt bei 250 €.

Nur bei den Maßnahmen zur Aufarbeitung und waldschutzwirksamen Bearbeitung von Schadholz kann die Antragstellung nach den Arbeiten erfolgen. Wichtig aber: Soll für die Aufarbeitung von Schadhölzern eine Förderung beantragt werden muss dies seit dem 01.08.2020 vor Beginn der Arbeiten bei der unteren Forstbehörde oder dem zuständigen Forstrevier angezeigt werden. Hierzu reicht eine E-Mail an Harald.Nuessle@kreis-calw.de. Neben Angaben zum Waldbesitzer, dem Ort des Maßnahmenvollzugs mit Gemarkung und Flurstückangaben sollten darin auch die geplanten Maßnahmen wie Aufarbeitung von Schadholz, Transport in Nass-/Trockenlager, Entrindung von Schadholz, Hacken von Schadholz oder die Lagerung in Nasslagern sowie die geschätzte Menge des anfallenden Holzes angegeben werden.

Ausführliche Informationen erhalten Sie von Harald Nüßle, Tel. 07051 160 675.

Weitere Informationen zur neuen Förderung der Nachhaltigen Waldwirtschaft v. 13.07.2020 sowie Antragsformulare zu Teil A - D und G sowie zu Teil E gibt es im Förderwegweiser des MLR. 

Darin enthalten:

  • Teil A - Förderung der Erstaufforstung
  • Teil B - Förderung einer naturnahen Waldbewirtschaftung
  • Teil C - Förderung von Gemeinschaftswäldern und forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen
  • Teil D - Förderung der forstwirtschaftlichen Infrastruktur
  • Teil E - Vertragsnaturschutz im Wald
  • Teil G - Förderung der Schutz- und Erholungsfunktionen im Wald  

Wesentlich erweitert wurde die Unterstützung der Waldbesitzer im Zusammenhang mit Extremwetterereignissen . Diese Neuerungen der forstlichen Förderung in Zeiten von Dürre, Stürmen und Borkenkäfer werden von der Landesforstverwaltung erläutert.

Wichtig und neu ist, dass Mittel aus dem Teil F auch rückwirkend zum 01.01.2020 beantragt werden können. Die Wiederaufforstung kann für Freiflächen ab den Jahren 2018 gefördert werden.

In einer Pressemitteilung informierte das Landratsamt 2020 über die wichtigsten Neuerungen der forstlichen Förderung im Zusammenhang mit der Aufarbeitung von Schadholz. Dieses Förderprogramm läuft von 2020 bis 2023. 

Im Herbst 2020 wurde erstmals ein Sammelförderantrag durch das Landratsamt Calw gestellt. Dadurch konnten auch Waldbesitzende, die den Mindestförderbetrag von 250 € nicht erreichten, Fördergelder erhalten. Ein weiterer wird voraussichtlich im Herbst 2021 erfolgen.

Für Waldbesitzerinnen und Waldbsitzer, die ihr Schadholz mit der Unterstützung der Revierleiter des Kreises aufgearbeitet haben, liegen die meisten Antragsunterlagen für eineTeilnahme am Sammelantrag bereits vor. Sie müssen nur noch die Einverständniserklärung ergänzen und ans LRA, Abt. Forstbetrieb und Jagd schicken.

Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer, die ihr Holz selbt vermarktet haben, müssen die Holzmengen durch geeignete Belegunterlagen nachweisen. Auf einer Holzliste sollte erkennbar sein, dass das Holz aus 2020 bzw. 2021 stammt und was die Nutzungsursache war. Am besten wird zusätzlich eine Rechnungskopie über den Holzverkauf eingereicht. Auch eine Karte, auf der die Schadflächen markiert sind, ist notwendig. Daneben sind noch die Einverständiserklärung und der Verwendungsnachweis auszufüllen. Alles zusammen, mit den Kontaktdaten, insbesondere Tel.-Nr. und E-Mail-Adresse für Rückfragen ans LRA, Abt. Forstbetrieb und Jagd. Von hier aus wird dann die forstfachliche Stellungnahme durch die Revierleiter eingeholt.

Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer, die über der Förderschwelle von 250 € liegen, können einen eigenen Förderantrag stellen.

Gerne unterstützt sie Harald Nüßle, Tel. 07051 160 675, Harald.Nuessle@kreis-calw.de .

Eine weitere Pressemitteilung beschreibt die Neuerungen der forstlichen Förderung für die Wiederbewaldung von Schadflächen. In einer kompakten Übersicht sind die Rahmenbedingungen und Fördersätze für neue Waldbestände nach Schadereignissen und zur Pflege von jungen Beständen dargestellt. Eine Beratung rund um die Wiederbewaldung vor Ort, erhalten die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer durch die Revierleiter des Landkreis Calw. Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt bietet Baumarten-Steckbriefe für ein breites Spektrum an möglichen Baumarten. Fragen rund um die Förderung richten Sie an Harald Nüßle.

Auch zu den Neuerungen der forstlichen Förderung im Waldnaturschutz für den Kommunal- und Privatwald gibt ein Überblick zu den wichtigsten Fördermaßnahmen auskunkft. Für die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer im Kreis Calw sind dabei die Fördermöglichkeiten von einzelnen Altbäumen und Habitatbäumen, Fördermöglichkeiten von ganzen Baumgruppen von Alt- und Habitatbäumen, Fördermöglichkeiten von Waldinnen und Waldaußenrändern oder die Fördermöglichkeiten für Auerhuhn-Lebensräume von Bedeutung. Hier sind auch die Rahmenbedingungen und Fördergelder hinterlegt. Auch die Landesforstverwaltung bietet Informationen zu den Neuerungen der Förderung im Waldnaturschutz für den Kommunal- und Privatwald.

Nachhaltigkeitsprämie und Investitionsprogramm Wald

Im Rahmen des Corona-Konjunkturpakets unterstützt der Bund die Wadeigentümer mit der flächenbezogenen "Nachhaltigkeitsprämie Wald" mit einem Gesamtvolumen von bundesweit 500 Mio. € sowie durch das "Investitionsprogramm Wald" mit einer Mittelausstattung von 50 Mio. €.

Die Nachhaltigkeitsprämie Wald kann von privaten und kommunalen Waldbesitzern beantragt werden. Vorraussetzung ist eine Zertifizierung der Waldfläche, z.B. nach den Programmen PEFC oder FSC. Die Förderleistung beträgt je nach Zertifizierungssystem 100 € oder 120 € pro Hektar und richtet sich an Walbesitzerinnen und Waldbesitzer, die mindestens einen Hektar Waldfläche besitzen. Die Online-Förderantragstellung erfolgt direkt bei der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe. Hier sind auch weitere Informationen verfügbar (www.bundeswaldpämie.de).